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Christoph Starck
Direktor Lignum, Holzwirtschaft Schweiz

Lignum Pressemitteilung vom 27. April 2005

Holz brauchen heisst Verantwortung tragen

Wer sich für Holz entscheidet, wählt einen Baustoff mit ausgesprochen günstigem Nachhaltigkeitsprofil. Das gilt auch für eine Bewirtschaftung der Ressource Wald, wie sie für uns in Mitteleuropa eine Selbstverständlichkeit ist. Wer Holz aus dem alten Kontinent verbaut, kann davon ausgehen, dass im Herkunftsland ähnlich strenge Standards im Umgang mit dem Forst gelten, wie wir sie in der Schweiz unter internationalem Applaus anwenden. Wenn der WWF in seinem jüngst erschienenen Holz-Einkaufsführer im Taschenformat davor warnt, Hölzer wie Fichte/Tanne aus Westeuropa - die gängigsten Konstruktionshölzer und übrigens auch Hauptbaumarten der Schweiz - nur mit Vorsicht zu erwerben, schiesst er in der Sorge um die Umwelt über das Ziel hinaus. 

Recht hat der WWF hingegen, wenn er den Finger auf das Problem des illegalen Holzeinschlags an vielen anderen Orten unseres Globus legt. Wir sind als Schweizer zwar weit von üblen Verhältnissen entfernt, wie sie in manchen tropischen Ländern herrschen, doch das entbindet uns als Weltbürger nicht davon, Verantwortung mitzutragen. Dieser Aufgabe stellt sich die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft mit Engagement. Importe von Tropenholz erfolgen heute nur noch für ganz spezielle Zwecke; sie machen in der Schweiz kein halbes Prozent des Holzendverbrauchs mehr aus. Die Schweizer Holzbranche bekennt sich zum Schutz der Regenwälder. Sie ist gegen den illegalen Holzeinschlag und setzt bei der Einfuhr auf Lieferquellen mit nachhaltiger Produktion. 

Wer sichergehen will, achtet bei Holz auf einheimische Herkunft oder auf die weltweit anzutreffenden Nachhaltigkeits-Labels PEFC und FSC (www.pefc.org, www.fsc.org). PEFC ist mit über 100 Millionen Hektaren zertifizierter Waldfläche das am weitesten verbreitete Zertifizierungssystem der Welt. Das PEFC-Label wird in der Schweiz zusammen mit dem Label "Q Swiss Quality" verliehen. Dieses gibt zusätzlich zum Siegel für die Nachhaltigkeit des Materialursprungs einen eindeutigen Herkunftsnachweis. 

Das FSC-System wird vor allem von den Umweltverbänden getragen. Es erfasst rund 50 Millionen Hektaren zertifizierter Waldfläche, also weit weniger als PEFC. FSC gibt dem Käufer auch keinen unmissverständlichen Nachweis des Ursprungslandes, wie ihn das Schweizerkreuz des Q-Labels erbringt. 

Lignum als Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft setzt sich dafür ein, dass möglichst alles Holz in der Schweiz eines der beiden Zeichen PEFC/Q oder FSC trägt. Die beiden Labels geben dem Konsumenten grösstmögliche Sicherheit in seinem Ja zu Holz. Die Holzbranche leistet damit ihren Beitrag im Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag.

Christoph Starck 
Direktor Lignum, Holzwirtschaft Schweiz

 
 
   
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