Home
News / Aktuell
Tätigkeiten
Presse
Agenda
Portrait
Mitgliedschaft
Kontakt
holz-netzwerk

PRESSE

Vogelsangbrücke nicht aus Holz

Als Postulant bin ich natürlich enttäuscht, dass die Aareüberquerung bei Vogelsang nicht mit Holz realisiert werden soll.
Einziges Kriterium, nach Aussagen des Baudepartementes ist der Preis, welcher scheinbar bei Holz ca. 30 Prozent höher liege. Für mich als Förster ist diese Preisdifferenz nicht nachvollziehbar, vor allem nicht, wenn ich den Preiszerfall der Rohprodukte im Schweizer Wald in den letzten 10 Jahren mit einbeziehe. Es ist mir klar, dass bei einer Brück nicht Rundhölzer verbaut, sondern veredelte Holzprodukte verbaut werden. Trotzdem erstaunen mich diese Mehrkosten.
Die Kostenanalyse basiert allerdings auf Vorkalulationen, welche eventuell durch eine Submission wesentlich verändert worden wäre, wenn man die Bauvergaben in den letzten Jahren verfolgt.
Für den Aargau ist es ein Kultur- und Imageverlust, dass er als waldgrosser Kanton kein Zeichen für den einheimischen und erneuerbaren Rohstoff Holz setzt. Immerhin hat der Aargau 37 Prozent bewaldete Fläche und damit liegt er ca. 10 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt.
Ebenfalls ein Verlust ist, dass die Holztechnik zwar beweisen konnte, dass sie keinen Schritt hinter Beton und Stahl zurücksteht, jedoch nie eine Chance zur Realisierung bekommt.
Ich hoffe, dass mindestens diese Prüfverfahren den kantonalen Bauentscheidungsträgern die Optik erweiterte, dass man mit Holz viel mehr machen kann als man macht und bei kommenden Projekten, wahre Zeichen für die Holzverwendung als Bausstoff und Energieträger gesetzt werden.
Die nächsten Vorstösse sind bereits eingereicht und visieren das Projekt FH Campus in Brugg – Windisch an. Da hoffe ich auf wahre Zeichen. Diese Signale aus den politischen Reihen sind deponiert worden und zwar vor dem ersten Planungsstrich.

Richard Plüss, Lupfig

 
 
   
Design by crcomm